Portrait

Sibylle Birkenmeier Vogt

(geb.1954 in Basel)

bild sibylle Sibylle Birkenmeier wusste schon als Schülerin genau, was sie einmal werden möchte: Krankenschwester und Schauspielerin. Kein Wunder ist sie schliesslich Kabarettistin geworden – die perfekte Synthese von beidem.

Aber erstmal musste sie etwas «Seriöses» lernen: Primarlehrerin. Eine Ausbildung, die tiefe Einblicke ermöglichte. Ein Beruf allerdings, den sie sofort an den Nagel hängte, um sich an der Folkwangenschule in Essen zur Schauspielerin ausbilden zu lassen. Im Nebenfach: Pantomime und Chanson.

Nach ein paar Jahren in deutschen Schauspielhäusern (Düsseldorfer Kommödchen bei Lore Lorentz, Staatstheater Kassel usw.) hatte sie genug von der Staatstheater-Routine und machte sich selbstständig, erst mit Solo-Projekten, dann ab 1983 als Kabarett-Duo zusammen mit ihrem Bruder Michael Birkenmeier.

Begeistertes Publikum und beste Presse im In- und Ausland begleitete die beiden, in wenigen Jahren erhielt das Duo alle wichtigen Kabarett-Preise wie den Salzburger Stier, die Oltener Tanne und den Deutschen Kleinkunstpreis.

«Sie orientieren sich nicht nur vordergründig an den Tagesaktualitäten, sondern unterwandern fantasiereich die Realität und haben durch Ihren Assoziationsreichtum eine eigenständige Kunstform entwickelt. Das Duo besticht durch die Vielfalt der beherrschten Formen.» (Aus der Laudatio des Deutschen Kleinkunstpreises)

Ausserdem hatten sie zahlreiche Radio- und TV-Auftritte in der Schweiz, in Österreich und Deutschland. In den letzten 26 Jahren entstanden so über 10 Kabarett-Programme (Dasein im Design, Der Mund ist aufgegangen, Phantom of Europera, Kettenriss …) Dazu 3 Solos. Neben einer kontinuierlichen Erweiterung der musikalischen Ausdrucksformen zusammen mit Michael ist ihr die Verbindung von Kabarett und Theater, von satyrischem Biss und anspruchsvoller Bühnenarbeit ein stetes Anliegen. So entstanden die Programme immer in Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren: Peter Schweiger, Sebastian Nübling, Paul Steinmann u.a.

Ruhe gibt es nicht – dieser Titel eines Kabarett-Programms über die Geschwister Klaus und Erika Mann kann durchaus auch als Motto für ihre Arbeit stehen. Nie hat sie ein erfolgreiches Konzept zum Personalstil erhoben und «ausgebaut. Jedes Programm ist eine Neu-Schöpfung, sucht neue Wege. So ist die Veränderung ihr persönlicher Stil geworden. Konstant bleibt: Der Kampf für das Lebendige am Menschen. Geblieben ist auch: Der genaue, unbestechliche Blick, die präzise Sprache, virtuose Musikalität, kurz: anspruchvolles, ausdrucksstarkes Theaterkabarett.

Michael Birkenmeier

(1956 geb. in Basel)

bild michael

Die Idole seiner Jugendzeit waren weniger die Rolling Stones oder die Bee Gees, sondern Alfred Rasser und Dinu Lipatti, Hanns Dieter Hüsch, Robert Schumann und Zarah Leander. Einmal, das war sein Traum, wollte er all dies miteinander vereinen. Mit diesem Ziel im Hinterkopf absolvierte er die Klavierausbildung am Konservatorium in Basel und bildete sich am dortigen Studio für Musik und Theater schauspielerisch weiter. Anschliessend ein Jahr intensive Bühnenerfahrung im Ensemble von Roland Rasser im Theater Fauteuil. Daneben korrepetierte er am Basler Konservatorium in der Chansonklasse von Inge Borkh und übernahm schliesslich deren Leitung bis ins Jahr 2005.

Nach einem Soloprogramm «Schmerzartikel» (1981 – 83) machte er sich schon bald zusammen mit seiner Schwester Sibylle als Kabarettist in der Schweiz und im ganzen deutschsprachigen Raum einen Namen. Michael Birkenmeier schreibt Texte und Musik für sämtliche Kabarettprogramme, das heisst, er musiziert mit der Sprache und spricht durch seine Klaviertasten. Er ist bekannt für irrwitzige Wortspiele. Diese sind bei ihm allerdings nicht bloss Witze, sondern oft die einzige Möglichkeit, einen komplexen und erschreckenden Zusammenhang auf einen Schlag deutlich zu machen.

Ein ständig wachsendes Arbeitsfeld sind auch die Programme auf Anfrage geworden: Auf einen bestimmten Themenschwerpunkt zugeschnittene Spezialprogramme als kabarettistische Tagungs- und Kongressbegleitung. Vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Religion, Wirtschaft, Psychologie, Sozialpolitik.

Hanns Dieter Hüsch sagte prophetisch bei der Preisverleihung des Deutschen Kleinkunstpreises: «Die beiden werden sehr berühmt werden, aber nie populär!»

«Bei all ihren Arbeiten sind die Beiden nie festzulegen auf eine Welle, ein Genre. Immer wieder überraschend neu erscheinen sie bei allem, was sie anpacken und bleiben dennoch sich selber treu. Unverkennbar jedes Mal ihre hohe Qualität beim Spielen, in der Musik, im sprachlichen Witz und in der gedanklichen Kreativität.» (Aus der Laudatio des Deutschen Kleinkunstpreises)

Aktuell

«Kettenriss 09» – Die Doppel-CD

Abbildung CD

Auf vielfach geäusserten Wunsch unseres Publikums hin haben wir von «Kettenriss 09»-Liveaufnahmen im Theater Teufelhof, Basel, zwei CDs herstellen lassen. Holen Sie sich «Kettenriss 09» nach Hause – die beiden CDs können über unser Bestellformular geordert werden.

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Aktuelle Pressestimmen

Schaffhauser Tagblatt Dezember 2009 über das Spezialprogramm «Menschenrechte»

«Tot lebt sich’s leichter als lebendig»

(...) Mit den Worten „gutes Wachstum allerseits“ und mit dem Rat dass man sich selbst das Recht geben sollte, selbst zu sein, verabschiedeten sich die grossartigen Darsteller der Gegenwart mit Pointen, die noch lange im Gedächtnis bleiben. Solche Botschaften schüttelt man nicht so leicht ab, sie bleiben stecken. Irgendwo im Inneren treiben sie das Wachstum an, hindern an der bequemen Lethargie und pochen, ohne sich an das Massengesetz zu halten, auf das Recht zu existieren. (...) Im Labyrinth der Politik sprengen sie ohne mit der Wimper zu zucken jegliche Klischees der Gesellschaft, erschaffen Tiefgründigkeit und zwingen in der Grauzone irgendwo zwischen Resignation und Lachen zum Aufwachen. Explosive Performance, Sprachgewandtheit, gehaltvolle Texte mit doppeltem Boden und ein bleibender musikalischer Ausdruck verleihen diesem Freitagabend in der Kammgarn eine unübertreffliche Nachhaltigkeit.

Tösstaler November 2009

(...)„Etwas für den Denkapparat“

Die scharfzüngigen Statements, zeitnah, unerschrocken und zielstrebig, ohne Rücksicht auf Verluste, wurden im Sekundenrhythmus in de Raum geschleudert (...)

Basellandschaftliche Zeitung Januar 2010

«Hoch ansteckende Gesundheit»

Der Gesundheitswahn hält in «Kettenriss – die Impfung» Einzug: Ein «impfehlenswertes» Programm von Sibylle und Michael Birkenmeier.
(...) «Kettenriss» das ist eine Geistes- und Lebens(er)haltung, bei der das Individuum keine fremde Übersetzung mehr braucht, um vorwärts zu kommen. Nein, es wird direkt nachgedacht! Es ist die sprachliche Unmittelbarkeit, vor die man in Birkenmeiers Programm immer wieder gestellt wird. «Impformationen» in gedrechselter Form, die ans Licht bringen, was Gefahr läuft, verdunkelt zu werde. Zum Beispiel die Grippe-Paranoia (...) «Kettenriss» ist ein Kabarettprogramm, das sich entwickelt und sich immer wieder auf die eigenen Wurzeln besinnt. Ein gutes Konzept, weil es Neugierde auf Neues schafft und Vorfreude auf Liebgewonnenes zulässt.

Basler Zeitung Januar 2010

«Die Seuche tobt, die keiner hat»

(...)Das Duo Birkenmeier hat im Neuen Theater Dornach eine neue Version seines Jubiläumsprogramms vorgestellt. «Kettenriss 10 – Die Impfung» ist ein rasanter Abend mit viel bissigem Wortwitz und Musik. (...) «Kettenriss 10» ist ein rasanter Abend mit bravourösen Einlagen auf Stimmbändern und Klavier. Ein Plädoyer gegen die Selbstverleugnung, für das Menschsein und die Pflege der «inneren Blumen».

Basellandschaftliche Zeitung ?? 2009

«Aufruf zum kollektiven Ungehorsam»

(...) Und wachgerüttelt wird man durch Birkenmeiers «Kettenriss» allemal. Die beiden Birkenmeiers sind Wortakrobaten, die vor nichts zurückschrecken. (...) Wer Wortwitz gepaart mit politischem Kabarett mag, ist bei Sibylle und Michael Birkenmeier genau an der richtigen Adresse.

Reinacher Wochenblatt

«Mit Brennnesseln im Mund»

(...) Mit schauspielerische und musikalischer Brillanz (Piano spielend hat Michael Birkenmeier frappante Ähnlichkeit mit franz Schuber) ziehen beide, denen seit der Schulzeit die Bühne die Welt bedeutet, alle Register ihres sprachlichen, schauspielerischen und musikalischen Könnens: Schalk, bissige Ironie, phantasievolle Assoziationen und gedankliche Purzelbäume werden dazu verwendet um Zivilisationskritik auf verschiedenen Ebenen zu üben. (...)

Pressetext Kettenriss 09:

Feiern wir den «Kettenriss 09», bevor wir alle als durchreglementierter Gesamt-Kindergarten im kalten Licht von Sparlampen, tyrannisiert von Sachzwängen immer ruhiger werden, bis man uns gar nicht mehr bemerkt... Deshalb: Kettenriss! Wieviel Zukunft ist bereits Gegenwart? Schauen Sie rein und entscheiden Sie selbst!

«zurückgeblickt durchgeblättert» – 25 Jahre Theaterkabarett BirkenmeierVogt

Titelblatt Buch BirkenmeierVogt

«zurückgeblickt durchgeblättert», ein Rückblick auf 25 Jahre Theaterkabarett BirkenmeierVogt, ist im Mai 2008 in der Reihe werk:druck erschienen. Bestellt werden kann das Taschenbuch zum Preis von Fr. 15.– (zzgl. Porto und Verpackung) direkt bei uns, verwenden Sie dazu dieses Formular.